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23.06.2018, 12:56 Uhr
CDU Wickede stellte Eilantrag zur Wegeführung des Radweges
Gefährdungsstelle soll entschärft werden
Die CDU Wickede (Ruhr) hatte einen Eilantrag zur Wegeführung des Radweges in der Straße Zum Ostenfeld/Ecke Bahnhofstraße (Grünes Warenhaus) eingereicht.

Der Antrag ist als Anlage eingefügt.

Hierüber berichtete der Soester Anzeiger in seiner Ausgabe am 20.06.2018:
Grafik: Kreis Soest

Will der Kreis Soest die Radler gefährden?

WICKEDE - Alarm für die „Zweirad- Gemeinde“: Wenn stimmt, was die CDU jetzt in einem Eilantrag abwenden will, dann ist der Kreis Soest dabei, Zweiradfahrer in Wickede in erhebliche Gefahren zu schicken. Die Soester Verkehrsbehörde will den Radweg hinter dem Grünen Warenhaus sperren und den gesamten Fahrrad-Verkehr des Ruhrtalradweges in den Verkehrsknotenpunkt zwischen den Firmen Grünes Warenhaus und Baubedarf Asheuer leiten.

Mitgeteilt hat die Kreisbehörde diese Absicht offenbar bei der jüngsten Verkehrsbesprechung im Mai. Dort soll sie darauf verwiesen haben, dass der Radweg zwischen dem Grünen Warenhaus und dem Zaun zur Bahn zu schmal ist. Daher sei angeordnet worden, den Radelverkehr jetzt über die Bahnhofstraße und die Straße „Zum Ostenfeld“ zu führen. Tatsächlich war der Bauhof gestern bereits damit beschäftigt, Bordsteine abzusenken, an denen künftig die Radler die Straße queren müssen.

Von der CDU hieß es auf Nachfrage, man habe einen Eilantrag gestellt, um zunächst den Umbau auszusetzen und die Angelegenheit in Ruhe zu klären. Tatsächlich hatte die Gemeinde den Fuß- und Radweg seinerzeit so geplant, wie es jetzt der Kreis haben will: Vom Bahnhof vor Post und Grünem Warenhaus her und dann rechts in die Straße „Zum Ostenfeld“. Doch auf Betreiben des damaligen CDU-Fraktionschefs und Inhabers des Grünen Warenhauses, Franz Arndt, wurde die Planung verworfen - und zwar insbesondere mit Verweis auf die Sicherheit, wenn vor Post und Warenhaus reges An- und Abfahren von Pkw herrscht, wenn an den Arndt’schen Betriebsgebäuden angeliefert und abgeholt wird.

Der Gemeinderat entschied damals, diese Situation zu entflechten und die Radler hinter das Warenhaus zu leiten. Noch prekärer wird es nach Meinung der heutigen CDU aber in der Gegenrichtung, die wohl in Bezug auf den Ruhrtalradweg (flussabwärts) auch als Hauptrichtung des Radverkehrs angesehen werden darf. Die Radler nämlich kommen von Osten über den Geh- und Radweg, müssen dann kurz vor dem Grünen Warenhaus auf die Fahrbahn, müssen die Straße überqueren, werden auf die Einmündung zur Bahnhofsstraße geleitet, müssen dort ein zweites Mal die Fahrbahn queren und kommen dann im Bereich des Bahnhofes an, wo sie ein drittes Mal die Fahrbahn kreuzen müssen, um den Radweg fortzusetzen. Als besonders prekär sieht die CDU die Passage im Einmündungsbereich „Zum Ostenfeld“ an.

Alle Welt diskutiert nach diversen tödlichen Unfällen über den toten Winkel und Möglichkeiten der Unfallvermeidung. Hier soll der Radverkehr von einer sicheren Strecke genau in eine solche Gefahrenlage hinein geleitet werden. Mit dem Kreisvorschlag gerate der Radler „mitten in einen Kreuzungsbereich, der als Einfahrt zu einem Industriegebiet gilt. Große Lkw kreuzen hier häufig den Bereich und ,schneiden’ größenbedingt die Kurve. Auch der ,tote Winkel’ von solch großen Fahrzeugen ist nicht zu unterschätzen“, so der Eilantrag der CDU. Die Union bittet nun alle Beteiligten um Augenmaß: Selbst wenn die Breite des Radweges bestimmten Voraussetzungen an offizielle Radwege nicht gerecht werde, sei das allemal sicherer als alle Radfahrer in den Kreuzungsbereich eines Industriegebietes mit seinem Lkw-Verkehr zu leiten. Das vor dem verengten Weg hinter dem Grünen Warenhaus angebrachte Schild „Achtung Gegenverkehr“ ist nach Ansicht der CDU ausreichend.