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30.06.2019, 12:14 Uhr
Azubis: „Nach zehn Jahren die Cracks des Unternehmens“
Chancen und Schwierigkeiten der Ausbildung Thema beim Besuch der CDU in der Firma Weber Verpackungen
„Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter bleibt eine zentrale Säule unserer Unternehmensphilosophie“ - das unterstrich jetzt Klaus Jahn, Geschäftsführer der Firma Weber Verpackungen, beim Besuch der CDU-Mittelstandsvereinigung Werl, Wickede und Ense. Und das beweist nicht zuletzt ein Umstand: „Die Auszubildenden von vor zehn Jahren sind heute die Cracks im Unternehmen“, so Jahn. 
Als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb und innovatives Unternehmen mit maßgeschneiderten Verpackungslösungen investieren die „Tütenmacher“ viel in ihre jungen sowie gestandenen Mitarbeiter. So wird etwa im neu gebauten Technikum ein eigener Schulungsraum mit einer Produktionsmaschine ausgestattet, um die Auszubildenden aus dem Wirbel des Tagesbetriebs in den Produktionshallen herauszunehmen und sie in Ruhe und Konzentration unter realistischen Bedingungen lernen können. Zu den nächsten Plänen erläuterte der Geschäftsführer beim CDU-Besuch: „Neben Mathe und Fachkunde werden wir wohl auch künftig Deutsch unterrichten“. Die präsentierten Zahlen belegten, dass von den 220 Mitarbeitern ca. 50 Prozent aus zwölf verschiedenen Teilen der Welt stammt - mit einem Altersdurchschnitt von 40 Jahren. Sieben Ausbildungsberufe bietet die Verpackungsfirma an, 17 Auszubildende sind es derzeit und 38 Angestellte haben beim Unternehmen bereits gelernt. Die 1890 gegründete Firma, seit 19 Jahren in Wickede ansässig, sieht in Punkto Mitarbeitergewinnung eine deutliche Entwicklung: In zunehmendem Maß müssen Bewerber aquiriert werden, Auszubildende werden in ihren Bekanntenkreisen zu Scouts und „Azubifindern“ und stehen als Pate zur Verfügung, Ausbildungsbörsen werden besucht etc. Die früheren Zeiten, in denen aus einer großen Auswahl geschöpft werden konnte, sind vorbei.
 
Eine Erkenntnis, die in dieser Woche übrigens auch bei der Generalversammlung der Volksbank Thema war. Vorstand Holger Schwarz hatte dort erläutert, dass 1993 noch 100 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz kamen, heutzutage seien es fünf! 
 
Für Weber Verpackungen kommt hinzu, dass Berufsbilder wie der „Packmitteltechnologe“ noch unbekannter sind als gängige Lehrberufe. Dabei bietet Weber sogar das Duale Studium - z.B. zum Papieringenieur bzw. Bachelor of Engineering Papiertechnik. 
 
Weitere Infos (Stichwort „Karriere“) unter www.dietuetenmacher.de oder demnächst wieder bei der Ausbildungsmesse in der Sekundarschule Wickede.


Text und Foto: Soester Anzeiger